Johnny Winter

Johnny Winter

* 23.02.1944 in Blues-Gitarrist
† 16.07.2014 in Blues-Gitarrist
Erstellt von WESER-KURIER Familienportale
Angelegt am 21.07.2014
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Über den Trauerfall (3)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Johnny Winter, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Blues-Legende Johnny Winter gestorben

28.07.2014 um 09:43 Uhr von Marco

von Uwe Dammann
(WESER-KURIER Fr, 18. Juli 2014)


Bremen (ud). Der US-Bluesmusiker Johnny Winter ist nach Angaben der Züricher Polizei in der Nacht zum Mittwoch gestorben. Er wurde 70 Jahre alt. Da die Todesursache unklar sei, habe der Staatsanwalt eine Obduktion angeordnet, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Es gebe aber keine Hinweise auf Fremdeinwirkung.

Als Höhepunkt im Werk Winters gilt die Platte „Johnny Winter And Live“ aus dem Jahr 1970. Ein Jahr zuvor hatte er beim legendären Woodstock-Festival einen Auftritt, schaffte es aber nicht in den erfolgreichen Dokumentarfilm, weil es angeblich Streitigkeiten seines Managements mit den Regisseuren gab. Mit Coverversionen wie „Good Morning Little Schoolgirl“ oder „Jumpin‘ Jack Flash“ zeigte Winter, worin seine Stärke lag: in der Interpretation klassischer Rock- und Bluestitel. Das Cover eines der Nachfolgealben „Still alive and well“, aus dem Jahre 1973 zeigt schon den völlig entrückten Winter, dessen Karriere später immer wieder ins Schlingern geriet. Heroinsüchtig zog er sich zurück und veröffentlichte gelegentlich Comebackplatten, hatte aber weiterhin eine Fangemeinde und trat beim legendären WDR-„Rockpalast“ und in Clubs auf. In der Worpsweder Music-Hall stand Winter zuletzt 2011 auf der Bühne, war aber schon damals nur noch ein Schatten seiner frühen Jahre.

Traueranzeige

21.07.2014 um 15:01 Uhr von WESER-KURIER
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Über Johnny Winter

21.07.2014 um 15:01 Uhr von WESER-KURIER

Johnny Winter kam mit Albinismus zur Welt. Er war der ältere Bruder des Musikers und Komponisten Edgar Winter. Bereits in jungen Jahren trat er zusammen mit ihm auf. Als er fünfzehn Jahre alt war, nahmen die beiden mit ihrer Band Johnny and the Jammers die Platte School Day Blues bei einem Plattenlabel in Houston auf. Seine Vorbilder waren Muddy Waters, B. B. King und Bobby Bland.

1968 begann Johnny Winter in einem Trio mit Bassist Tommy Shannon und Schlagzeuger Uncle John Turner zu spielen. Durch einen Artikel im Rolling Stone erhielten sie eine gewisse Aufmerksamkeit und bekamen einen Vertrag beim kleinen Label Liberty. Nach einem Auftritt im Fillmore East Anfang 1968 stieg der Bekanntheitsgrad des Musikers dermaßen an, dass sich bald RCA und Columbia um ihn stritten. Nachdem Columbia das Rennen für sich entschieden und einen für damalige Verhältnisse sehr hohen Vorschuss von 600.000 Dollar gezahlt hatte, veröffentlichte Winter im Mai 1969 das Album Johnny Winter.

Obwohl der Auftritt im August 1969 beim Woodstock-Festival gefilmt wurde, erschien er nicht im Film, da sein Manager sich mit der Filmcrew zerstritten hatte. Die Crew war anschließend der Meinung, dass der Auftritt „zu merkwürdig“ gewesen war.

Im Jahre 1970 nahm er den Song Rock and Roll Hoochie Koo mit einer Band auf, zu der auch Gitarrist Rick Derringer und Bassist Randy Jo Hobbs von The McCoys gehörten. Nachdem er bis 1973 massive Drogenprobleme hatte, kehrte er mit Still Alive and Well (unter Mitwirkung des Flötisten Jeremy Steig) zurück.

In einem anderen Bereich beteiligte er sich 1977, als er Hard Again von Muddy Waters produzierte. Die Partnerschaft der beiden brachte einige Alben hervor, die Grammy Awards gewannen. Im selben Jahr nahm er auch Nothing but the Blues zusammen mit Mitgliedern von Waters’ Band auf.

Am frühen Morgen des 22. April 1979 trat Johnny Winter als Top-Act der 4. Rockpalast Nacht in der Essener Grugahalle auf. Dieser Auftritt machte ihn auf einen Schlag in Europa sehr bekannt. 1988 folgte die Aufnahme in die Blues Hall of Fame.

Am 12. Mai 2007 kam es auf dem Museumsplatz in Bonn zu einem Aufsehen erregenden Rockpalast-Konzert, in dem Johnny Winter als dritte Band nach Rick Derringer und seinem Bruder Edgar Winter auftrat. Vorher hatten die drei Künstler erfolgreich eine Reihe von Auftritten in den USA in dieser Konstellation absolviert.

Im Herbst 2008 spielte Johnny Winter mit seiner Band (sowie mit Eric Sardinas & Big Motor als Vorgruppe) mehrere Konzerte in Europa, ebenso im Jahre 2010 – zum Beispiel auf den Leverkusener Jazztagen.

Auch 2012 war er wieder in Deutschland auf Tour, nachdem er mit Roots im Jahre 2011 sein 18. Studioalbum veröffentlichte, auf dem viele weitere Bluesmusiker mitwirken.

Johnny Winter starb am 16. Juli 2014 im Alter von 70 Jahren in einem Hotel im Bezirk Bülach (Kanton Zürich, Schweiz).

 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Johnny_Winter