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Manfred Burgsmüller

* 22.12.1949 in Fussballspieler
† 18.05.2019

Angelegt am 21.05.2019
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Über den Trauerfall (2)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Manfred Burgsmüller, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Bundesliga-Legende Manfred Burgsmüller ist tot

21.05.2019 um 07:05 Uhr von WESER-KURIER

 

Spielte für Werder: Manfred Burgsmüller.
Spielte für Werder: Manfred Burgsmüller. (Imago)


Der frühere Werder-Stürmer Manfred Burgsmüller ist tot. Nach einem Bericht der „Bild“ starb er bereits am Sonnabend im Alter von 69 Jahren in seiner Wohnung in Essen. Eine Freundin hatte ihn gefunden und noch den Rettungsdienst alarmiert. Dieser konnte das Leben des Ex-Profis aber nicht mehr retten. Sein Ex-Klub Borussia Dortmund bestätigte die Meldung zu Burgsmüllers Tod.


Burgsmüller war 1985 zu Werder gekommen und absolvierte hier bis 1990 die letzten fünf Jahre seiner Karriere als Profi-Fußballer. 1996 setzte er seine sportliche Laufbahn beim American Football fort: Bis 2002 war er Kicker bei Rhein Fire. Insgesamt kam Burgsmüller auf 447 Spiele in der Fußball-Bundesliga für RW Essen, Dortmund, Nürnberg und Werder und erzielte dabei 213 Tore. Hinter Gerd Müller (365), Klaus Fischer (268) und Jupp Heynckes (220) steht Burgsmüller auf Rang vier der ewigen Bundesliga-Torschützenliste.


Eines seiner bekanntesten Tore erzielte der Stürmer im März 1986 im Werder-Trikot: In der Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern rempelte er FCK-Torwart Gerry Ehrmann im Vorbeilaufen, der Schlussmann ließ den Ball fallen ? und Burgsmüller schoss ihn mit einer schnellen Drehung am konsternierten Ehrmann vorbei ins Tor. Es war der Treffer, der Burgsmüllers Ruf als Schlitzohr prägte.


'Er war ein toller Mensch'

Zu Burgsmüllers größten sportlichen Erfolgen zählt die Meisterschaft mit Werder im Jahr 1988. Seine letzte Bundesligapartie spielte der blonde Lockenkopf am 12. Mai 1990 ? da war er 40 Jahre, vier Monate und 20 Tage alt. Damit liegt er noch heute auf dem achten Platz der Liste der ältesten Bundesligaspieler.


„Manni war, glaube ich, der genialste Fußballer, mit dem ich überhaupt zusammen gespielt habe. Man konnte so viel von ihm lernen, so viel hat er einem mitgegeben, das war unglaublich. Er war ein toller Mensch ? und er war ein absolutes Schlitzohr“, erinnert sich Dieter Eilts an seinen Ex-Teamkollegen.


Werders Sportchef Frank Baumann erfuhr beim Testspiel in Oldenburg vom Tode Burgsmüllers und zeigte sich betroffen: „69 Jahre, das ist noch kein Alter. Manni hat bei Werder Bremen Spuren hinterlassen, als Fußballer, als Mensch und als außergewöhnlicher Typ.“ Auch Ex-Aufsichtsratschef Willi Lemke erinnerte sich: „Otto Rehhagel ist zu Beginn angefeindet worden für den Transfer, weil er ihn als älteren Semester gekauft hat. Aber Manni konnte, was nicht viele Fußballer konnten, Tore auf unnachahmliche Art machen. Als Typ war er extrem sympathisch, ein Spaßvogel, mit dem man gut klarkommen musste.“

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21.05.2019 um 07:05 Uhr von WESER-KURIER
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